Kirchen Veitshöchheim

 Geöffnetes Gotteslob, Lied 318

Christ ist erstanden von der Marter alle.
Des solln wir alle froh sein; Christ will unser Trost sein.

Kyrieleis.

Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen.
Seit dass er erstanden ist, so freut sich alles, was da ist.

Kyrieleis.

Halleluja, Halleluja, Halleluja. Des solln wir alle froh sein; Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.

Erste Erwähnung Salzburg um 1150

Lesung - Phil 2, 6-11:

Christus Jesus hielt nicht daran fest, wie Gott zu sein.
Er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod
bis zum Tod am Kreuz.

Jesus auf dem Palmesel (Zeichnung)

Gedanken zum Tag

Wir gedenken in der vor uns liegenden Karwoche in besonderer Weise des Leidens und Sterbens Jesus.
Er hat aus Liebe zum Vater und zu uns alles auf sich genommen, damit wir durch ihn ewige Hoffnung haben.
Mit seiner tätigen Liebe, seinen Worten und Taten zeigt er uns: Es geht anders. Und damit erhalten wir durch Jesus dieses großartige Geschenk an unser Leben, so dass wir am Ende dieser Woche das österliche Halleluja singen können.

Den vollständigen Impuls mit Gebet finden Sie im Download-Bereich. Zusammenstellung: Joachim Pfister, Foto: Katharina Wagner in: pfarrbriefservice.de

„Komm auf den Punkt - Gott“

 Garffiti auf Mauer Jesus lebt

Unsere Zeit hat oft keine Zeit und darum will man schnelle Antworten, schnelle Entscheidungen, schnelle Lösungen. Und man/frau soll schnell auf den Punkt kommen.
Für Ostern ist das ganz einfach, auf den Punkt zu kommen: HOFFNUNG.

Keines unserer kirchlichen Feste steht so unter dem Prinzip Hoffnung wie das Fest der Auferstehung.

Die Frauen, die Jünger, hatten alles andere als Hoffnung, sondern mussten mit ihren Enttäuschungen und ihrer Hoffnungslosigkeit zurecht kommen.
Und da hören, sehen, erfahren sie, dass ER auferstanden ist, dass ER lebt und damit auch ihre Hoffnung und ihr Vertrauen in IHN und seinen Vater.
Diese Hoffnung haben sie weiter getragen über alle Grenzen und Jahrhunderte hinweg bis zu uns heute.

Uns ist diese Hoffnung geschenkt und anvertraut worden.
Wenn wir die österlichen Tage feiern, dann feiern wir trotz aller Erinnerung an Leid und Tod doch letztlich die Hoffnung hier und heute und dereinst und bei IHM.
Darum kommt Gott an Ostern auf den Punkt, den Kern seiner Botschaft, die da lautet:

Ich bin die Hoffnung und gebe euch Hoffnung.

In diesem Sinne, mit dieser österlichen Botschaft wünschen wir allen ein gesegnetes, hoffnungsvolles Osterfest.

Pfr. Robert Borawski mit dem Pastoralteam
Graifk: Sarah Frank/Factum ADP, in: pfarrbriefservice.de

Segnende Hand, Steinrelief        Markusevangelium: 1. Kapitel, Verse 40-45

„Jesus hatte Mitleid mit ihm“

Wie schon am vergangenen Sonntag geht es heute wieder um eine Heilungsgeschichte. Und diesmal von besonderem Leid. Denn der Aussatz, mit dem der Mann befallen war, war wohl die schwerste Erkrankung. Denn das bedeutete Ausschluss aus der Gemeinschaft, Vertreibung aus der Familie und Leben am Rande der Gesellschaft.

Und dieser Mann bittet Jesus um seine Hilfe:
„Wenn du willst, kannst du mich rein machen.“ Welch eine Hoffnung, welch ein Vertrauen steckt in diesen Worten. Und Jesus hatte Mitleid mit ihm. Auch dies ein starker Satz. Da ist Jesus ganz Mensch, da ist er ganz bei den Menschen, bei diesem Mann und ist mit dabei um das Leiden zu sehen und zu helfen, weil er es kann.

Darum nennen wir ihn auch den Heiland der Welt.

Wenn wir in diesen Tagen uns ebenfalls fern halten sollen von Menschen, wenn manche in dieser Zeit in Quarantäne, im Abstand von den anderen, der Familie, der Gemeinschaft sein müssen, dann brauchen sie unser Mitleiden, unsere Solidarität. Da geht es nicht darum, wann wir wieder alles dürfen, sondern da geht es darum, was wir für die Gemeinschaft leisten und auch verzichten können. Das ist das Mitleid dieser Zeit und darin zeigt sich, dass wir die Botschaft verstanden haben, die uns der Heiland Jesus Christus auch heute wieder sagen will. Da wird Liebe konkret und handfest.

Bleiben Sie gesund und liebenswürdig

wünscht Pfarrer Robert Borawski

Bild: David Hassenforder
In: Pfarrbriefservice.de

Aus dem Evangelium:

Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging. Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.

Mt 25,14

Gedanken zum Tag:

Gott hat so ein großes Vertrauen zu den Menschen, dass er jedem von uns ein riesiges Vermögen übergibt - sein Leben. Der Herr gibt nicht jedem irgendwelche Gaben auf seine Lebensreise mit, sondern wir alle bekommen Talente, Begabungen nach unseren Fähigkeiten.

Was bedeutet das konkret? Wie gehe ich mit mir, mit meinen Lebenschancen um, was hat Gott mir anvertraut? Dabei geht es nicht um die Zahl der Talente. Vielleicht habe ich bedeutend mehr als nur ein Talent. Im Laufe meines Lebens besteht die Chance, diese zu entdecken, Herausforderungen, die Beruf und Beziehungen stellen, mutig zu begegnen, nichts ängstlich zu vergraben. Wenn Gott jedem etwas von seinem "Vermögen" weitergibt, dann gebührt demjenigen Achtung, der es gut verwertet. Manche Talente wirken nach unseren Maßstäben so klein und bedeutungslos, wie etwa das Talent des guten Zuhörenkönnens, des mitfühlenden oder anerkennenden Wortes, der scharfen Beobachtungsgabe und der Klugheit, zu sehen, wo Hilfe nötig ist. Ich muss nicht das Beste, sondern mein Bestes geben. Dieser Grundsatz erleichtert unser Leben, auch bei allen Niederlagen, die wir durchmachen müssen.

Gebet:

Gott, Du hast uns verschiedene Gaben
und Fähigkeiten gegeben.
Hilf uns,
die geschenkte Zeit zu nutzen
und lass uns die übertragene
Verantwortung wahrnehmen.
Durch Christus, unseren Herren.
Amen

Zusammenstellung: Richard Hofer

Sie können den Text im Download-Bereich herunterladen.

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