Kirchen Veitshöchheim

Kreuz auf Steinaltar, Gebetsstelle am See Genezareth

Es war gewiss nicht die Einrichtung seines Hauses oder ein üppiges Essen, zu dem Jesus die Jünger einlädt, als sie ihn fragen, wo er wohnt.

Vielleicht waren sie auch nur neugierig, wer das wohl ist, von dem Johannes der Täufer sagt: “Seht das Lamm Gottes“.

Und was erleben sie? Vermutlich einen Mann, der ganz von Gott erfüllt ist, einen Menschen, der die Menschen, die zu ihm kommen ernst nimmt, einen Zeitgenossen, der über der Zeit steht und inmitten seiner Zeit die Zukunft im Blick hat. Und diese Zukunft ist erfüllt von der Zusage: Gott ist mit dir.

Und so können sie ihn erkennen als der, der er ist: Der von Gott Gesandte, Christus, der erfüllt ist von Gottes Kraft und Segen.

Wollen auch wir sehen, wer er ist und wie er ist. Sein Angebot steht - „Kommt und seht.“ Auf die Frage, wo Gott wohnt, antwortete ein Rabbi, ein jüdischer Theologe: „Dort wo man ihn einlässt!“

Pfarrer Robert Borawski

Englischer Gruß von Veit Stoß, Nürnberg, St. Lorenzkirche

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:

Da sagte Maria:
Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe, wie du es gesagt hast.

Gedanken zum Tag:

In der Dynamik ihres Lebens hat Maria nicht gezögert, dein Wort anzunehmen und Gottes-Weg zu gehen.
In dieser Corona-Zeit benötigen wir diese Zuversicht, dieses Vertrauen und diese Hoffnung von Maria.
Um die Bruchstücke sowie Sorgen unseres Lebens zu einem sinnvollen Ganzen zusammen zu fügen, können wir wie Maria uns Gott anvertrauen.

Drei brennende Adventskerzen

Aus der Lesung:

Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; 1 Thess 5, 16-18

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Gedanken zum Tag:

Du, Herr, stiftest mich zur Freude an
und ich schaue mich vorsichtig um.
Wo denn die Freude sei, frage ich.
Doch du nimmst mir die Zeitung aus der Hand.
Ich könne sie auch nachher noch lesen.
Du legst mein Handy zur Seite.
Ich wäre lange genug online.
Du nimmst meine Gedanken in die Hand.
Das Gold, das ich so lange vermisse, hältst du mir vor die Nase.
Du machst mir eine Liebeserklärung.
Auf alles war ich vorbereitet – darauf nicht.
Ich möchte ganz aus dem Häuschen sein –
Ich danke dir für alles,
was untrennbar mit meinem Namen,
mit meiner Geschichte verknüpft ist.
Ich schaue mich vorsichtig um.
Du, Herr, stiftest mich zur Freude an.

Aus dem Evangelium:

Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging. Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.

Mt 25,14

Gedanken zum Tag:

Gott hat so ein großes Vertrauen zu den Menschen, dass er jedem von uns ein riesiges Vermögen übergibt - sein Leben. Der Herr gibt nicht jedem irgendwelche Gaben auf seine Lebensreise mit, sondern wir alle bekommen Talente, Begabungen nach unseren Fähigkeiten.

Was bedeutet das konkret? Wie gehe ich mit mir, mit meinen Lebenschancen um, was hat Gott mir anvertraut? Dabei geht es nicht um die Zahl der Talente. Vielleicht habe ich bedeutend mehr als nur ein Talent. Im Laufe meines Lebens besteht die Chance, diese zu entdecken, Herausforderungen, die Beruf und Beziehungen stellen, mutig zu begegnen, nichts ängstlich zu vergraben. Wenn Gott jedem etwas von seinem "Vermögen" weitergibt, dann gebührt demjenigen Achtung, der es gut verwertet. Manche Talente wirken nach unseren Maßstäben so klein und bedeutungslos, wie etwa das Talent des guten Zuhörenkönnens, des mitfühlenden oder anerkennenden Wortes, der scharfen Beobachtungsgabe und der Klugheit, zu sehen, wo Hilfe nötig ist. Ich muss nicht das Beste, sondern mein Bestes geben. Dieser Grundsatz erleichtert unser Leben, auch bei allen Niederlagen, die wir durchmachen müssen.

Gebet:

Gott, Du hast uns verschiedene Gaben
und Fähigkeiten gegeben.
Hilf uns,
die geschenkte Zeit zu nutzen
und lass uns die übertragene
Verantwortung wahrnehmen.
Durch Christus, unseren Herren.
Amen

Zusammenstellung: Richard Hofer

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