Kirchen Veitshöchheim

Alles muss klein beginnen - und plötzlich ist es groß!

Was für ein kunterbuntes Treiben war das in den Räumen der evangelischen Christuskirche! Ein Hygienekonzept war erarbeitet, alle Teilnehmenden konnten sich am Vorabend testen lassen und so ging sie trotz Corona-Einschränkungen am Dienstag der letzten Ferienwoche los: Die ökumenische Kinderbibelwoche 2021. 40 Kinder von 5 bis 12 Jahren erlebten mit an die 20 Teamerinnen und Teamern vier abwechslungsreiche Tage. Unter der Leitung von Gemeindediakonin Claudia Grunwald und Gemeindereferentin Roswitha Hofmann standen viele Aktivitäten auf dem Programm - alle unter dem Thema "Kleiner Samen - große Botschaft". Was sollte aber diese Botschaft sein?

Dieser Frage ging die junge Flora nach, die jeden Tag in einem kleinen Theaterstück mit Herrn Schreber in dessen Garten darüber nachdachte: Warum kann aus einem winzigen Samenkorn etwas riesengroßes wachsen? Und wohin mit unseren Sorgen, ob auch alles gelingen wird? Und wie gehen wir am besten mit den Gaben aus den Gärten und Feldern, aber auch mit unsere Be-Gabungen um, die uns von Gott geschenkt wurden?
An jedem Tag hatte Herr Schreber auch eine passende Geschichte von Jesus parat, der durch seine Gleichnisse aus der Natur den Menschen dieses Geheimnis besonders gut verdeutlicht hat.

Und so stiegen auch die Kinder immer tiefer in das Thema ein. Im Lauf der Tage entwickelte sich ein wunderbares Bild: Ein einfaches Holzbrett wurde bemalt, bespannt, täglich mit einem weiteren Symbolen ergänzt, mit gefalteten Schmetterlingen und Blumen verziert bis am Ende jeweils ganz individuellen Kunstwerke entstanden waren. Die Kinder haben miteinander gesungen, gespielt, Samen ausgesät und sind im Gespräch den eigenen Gedanken nachgegangen. Jeden Tag war die gemeinsame Pause mit vielen gespendeten Kuchen, Obst und Rohkost ein wichtiger Treffpunkt. Am letzten Tag legten die Kinder bei einem Stationenspiel nochmal richtig los und hatten viel Spaß bei den unterschiedlichsten Aufgaben zum Thema Garten und Bibel.

Höhepunkt war der Abschlussgottesdienst am Freitag Nachmittag, zu dem auch die Familien der Kinder auf die sonnige Terrasse der Christuskirche eingeladen waren. Voller Freude wurde gesungen und gebetet. Die Kinder durften in einer Körperübung das Wachsen und Reifen nachvollziehen. Es wurden zwei Personen vorgestellt, die ein Beispiel dafür geben, dass auch aus einer kleinen Initiative eine große Bewegung entstehen kann: Greta Thunberg, die "Erfinderin" des Klimastreiks und Felix Finkbeiner, der mit dem Projekt "Plant-for-the-planet" Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt dazu motiviert, Bäume zu pflanzen; inzwischen sind es bereits mehrere Milliarden. In den Fürbitten wurde an die Kinder in Not gedacht und auch die Kollekte kommt dem Hilfswerk "Kindernothilfe" für ein Projekt in Haiti zugute.
Während der Woche entstand ein farbenfrohes Plakat mit einer Blumenwiese, das als Gruß der Kinder zum Altenheim St. Hedwig gebracht wurde.
Ein herzliches Dankeschön galt zum Abschluss den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und auch den beiden hauptamtlichen Leiterinnen. Ohne sie würde es keine Kinderbibelwoche geben, keine Organisation und auch keine liebevolle Begleitung der Kinder. So konnten alle bereichert und froh nach Hause gehen - und sich auf die ökumenische KiBiWo 2022 freuen!

Roswitha Hofmann
Fotos: Jens Grunwald

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