Sterben des Christen
Im Trauerfall rufen Sie bitte im Pfarrbüro St. Vitus Herrnstraße an (Anrufbeantworter, falls nicht besetzt). Tel. 0931 / 92150 Jeder von uns weiß, dass er einmal sterben muss und das wird uns immer wieder bewusst und bewusst gemacht. Doch wenn es dann soweit ist, wenn man mit dem Tod eines Angehörigen konfrontiert wird, dann steht man oft hilflos vor dieser Situation. "Was muss ich tun, damit ich nichts "falsch" mache? ", ist oft die Frage. Zunächst einmal: Wer Mensch ist und menschlich handelt, kann nichts falsch machen in einer solchen Situation. Wenn Sie also spüren, dass das Leben eines Angehörigen sich dem Ende neigt, dann können Sie einen Pfarrer oder Seelsorger bitten, dass er kommt, um mit dem Kranken zu beten und ihm die Kommunion oder die Krankensalbung zu geben. Eigentlich sollte man schon zu Beginn einer Krankheit um die Krankensalbung bitten. Wenn ein Seelsorger nicht zu erreichen ist, so liegt es an Ihnen, mit dem Sterbenden zu beten, ihn zu trösten und bei ihm auszuhalten. Der Rosenkranz, eine Litanei oder die Gebete und Texte aus dem Gotteslob (GL Nr.77) helfen Ihnen und dem Sterbenden. Wenn der Tod eingetreten ist, so erschrecken Sie nicht, sondern nehmen Sie sich Zeit für den Abschied. Sagen Sie ihm oder ihr Danke für alles, bitten Sie um Verzeihung oder lassen Sie sie oder ihn voller Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes hinübergehen. Wenn Sie dann stark genug sind, verständigen Sie Für das Gespräch zur Vorbereitung auf die Beerdignung ist es hilfreich, wenn Sie einige Angaben über den Verstorbenen haben. Ein Bild, einige Informationen über sein Leben, seinen Beruf, seine Hobbys. Vielleicht gibt es auch besondere Ereignisse oder Auszeichnungen, die dem Verstorbenen oder Ihnen wichtig sind. So entsteht für den Gottesdienst und die Ansprache ein gutes Bild des Verstorbenen bei der Trauerfeier. Es wäre möglich, für sich selbst schon bei Lebzeiten solche Angaben aufzuschreiben und für den Fall des Todes an die Angehörigen zu übergeben. Vielleicht ist es ein Lied oder eine Bibelstelle, die Sie besonders mit dem Verstorbenen verbinden, dann sagen Sie dies bei diesem Gespräch. In unserer Pfarrei ist es üblich, dass an einem Abend vor einer Beerdigung der Totenrosenkranz gebetet wird. Dies und der Termin des Requiems sollte - nach dem Gespräch mit dem Seelsorger - in der Todesanzeige veröffentlicht werden. Oftmals werden neue Kerzen oder ein besonderer Blumenschmuck gewünscht, dies kann dann im Trauergespräch abgeklärt werden. Gottesdienst und Beisetzung Die üblichen Zeit für das Requiem ist 10:00 Uhr. Der normale Tagesgottesdienst entfällt dann, die bestellten Gebetsgedenken werden nachgeholt. Für die Angehörigen und Verwandten sind beim Requiem die ersten Bänke durch schwarze Tücher reserviert. Bei einer Urnenbeisetzung ist die Feier entweder vor der Einäscherung oder wenn die Urne am Friedhof beigesetzt wird. Die Zeit der Trauer ist eine lange Zeit mit unterschiedlichen Phasen. So ist es gut, nach 4 Wochen und dann nochmal nach ca. 3-4 Wochen die Trauer auch im Gottesdienst zeigen zu können und die Gemeinde um ihr Gebet zu bitten. Dazu dienen die sogenannten 2. und 3.Seelengottesdienste und der Jahrtagsgottesdienst. Diese Gebetsgedenken werden mit dem Pfarrbüro abgeklärt, auch können solche Gottesdienste anstelle von Blumen bestellt werden. Man braucht sich für seine Trauer nicht zu schämen, sie ist menschlich und notwendig, doch darf man sich dabei an den Satz des Hl.Paulus erinnern: Trauert nicht wie jene, die keine Hoffnung haben! (1 Thess 4, 13) Weil wir an eine Auferstehung der Toten, an ein Wiedersehen glauben, darum dürfen wir auch immer Gott um seine Hilfe bitten, für uns, für unser eigenes Sterben und für unsere Verstorbenen. Pfarrer Robert Borawski
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