Das Sakrament der EheHeiraten in Veitshöchheim Die Ehe ist nicht überholt. Die Menschen suchen nach wie vor Liebe, vorbehaltlose Annahme und unbedingte Verlässlichkeit. Für Christen bekommt das Ja der Liebe und Treue, das sie zueinander vor Gott und der kirchlichen Glaubensgemeinschaft sprechen ein besonderes Gewicht. Es ist getragen von der größeren Liebe und Treue Gottes. Dies schreibt Kardinal Lehmann im Vorwort einer Veröffentlichung der deutschen Bischöfe zur Ehe. Die Ehe und die damit verbundene kirchliche Eheschließung ist für uns katholische Christen eine wichtige und lebensbindende Entscheidung. Darum sollten jene, die heiraten wollen, sich diesen Schritt ernstlich überlegen und sich zuvor immer wieder fragen, ob sie ihr JA ein Leben lang verschenken können. Wo Zweifel oder Unsicherheit sind, sollte man sich für diese Entscheidung noch Zeit lassen. Als Hilfe auf diesem Weg verstehen sich die Ehevorbereitungsseminare. Es gibt verschiedene Angebote von einem Tag bis zum ganzen Wochenende, was meist effektiver ist. Wann und wo solche Seminare angeboten werden, können Sie beim Diözesanbüro in Würzburg erfragen. Doch bevor Sie Termine festlegen, Einladungen verschicken oder eine Gaststätte aussuchen, sprechen Sie bitte zunächst mit Ihrem zuständigen Pfarrer. Auch der Pfarrer hat Termine und es wäre doch schade, wenn der Pfarrer oder der Diakon keine Zeit hat. Der Geistliche, der Sie trauen soll, wird Sie dann zu einem Gespräch einladen. Dazu brauchen Sie jeweils ein Taufzeugnis, das nicht älter als ein halbes Jahr sein soll. Dieses Taufzeugnis erhalten Sie von der Pfarrei, in der Sie getauft wurden. In diesem Gespräch werden die Personalien aufgenommen und es wird nochmals darüber gesprochen, dass die Ehe eine lebenslange Bindung ist, die auf Freiwilligkeit und Treue aufbaut. Eine Trauung ist ein christlicher Gottesdienst. Darum gehören biblische Lesungen und christliche Lieder dazu. Über den Ablauf der Feier gibt es gewisse Vorgaben, aber es wird versucht, auf die Wünsche der Brautleute einzugehen. Überlegen Sie sich schoneinmal, welche Texte und Lieder Ihnen für diesen bedeutsamen Tag wichtig sind.
Nicht jede Trauung muss mit einer Messe verbunden sein. Das gegenseitige JA zueinander ist die Mitte des Gottesdienstes und kann auch in einem Wortgottesdienst erfolgen. Zur kirchlichen Trauung müssen Sie übrigens zuvor standesamtlich verheiratet sein und Sie benötigen zwei Trauzeugen. Wenn ein Partner nicht katholisch ist, so ist eine ökumenische Trauung ohne Messfeier möglich. Auch hier gilt: rechtzeitig beide Geistliche anfragen, zumal eine ökumenische Trauung außerhalb einer katholischen Kirche die Zustimmung des Ordinariats bedarf. Zum Schluss eine Bitte an die Hochzeitsgäste: Reis ist ein Nahrungsmittel und sollte nicht - wie in Hollywood-Filmen - geworfen werden. Zudem kann man auf diesen Körnern auch sehr leicht ausrutschen. Die selbe Rutschgefahr besteht auch bei Blumen, die zudem die Kirchentreppen unrettbar verschmutzen, wenn man auf sie tritt. Besser ist es, denen, die ein Sakrament empfangen ein andächtiges Vater-Unser zu schenken, und das auch noch nach dem großen Tag. Pfarrer Robert Borawski
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